Nach oben

QM

Qualitätsmanagement im Landeskontrollverband Berlin-Brandenburg eV

Zertifizierungsaudit im LKV

  • Frau Fuhrmann (rechts) lässt sich von Frau Höfener (links) die anfallenden Arbeiten im Bereich Kennzeichnung und Registrierung zeigen
  • Frau Kaehler (links) erklärt den Ablauf der Milchgüteprüfung

Das Qualitätsmanagementsystem des LKV Berlin-Brandenburg eV für die Kernprozesse Gesundheit und Robustheit von Milchkühen (GeRo), Milchleistungs- und Qualitätsprüfung (MLP), Milchgüteprüfung (MGP) und die Kennzeichnung und Registrierung (KuR) ist seit acht Jahren nach DIN EN ISO 9001:2008-12 zertifiziert. Wie gefordert, wurde auch in diesem Jahr die Wirksamkeit unseres Qualitätsmanagementsystems durch die externe Zertifizierungsstelle (IFTA AG Berlin) überprüft. Hierzu konnten wir am 10. Januar 2017 die Auditorin Frau Fuhrmann bei uns im Hause begrüßen. Die Auditierung begann mit dem Eröffnungsgespräch durch die Auditorin und der Vorstellung der Teilnehmer. Der Geschäftsführer Herr Dr. Hammel stellte als Einführung in einer anschaulichen Präsentation die Aufgabenbereiche und die Betriebsabläufe im LKV dar. Er informierte über den aktuellen Stand der Arbeiten und berichtete über die Unternehmensentwicklung im Jahr 2016. Das Qualitätsmanagementsystem im LKV hat als Grundlage die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001:2008-12. Alle in der Norm geforderten Dokumentationen und Abläufe sind einzuhalten. Dies zu prüfen, war an diesem Tag die Aufgabe der Auditorin. Die Normpunkte des Normabschnitts 5 (Verantwortung der Leitung) waren die ersten, mit der sich die Auditorin ausführlich beschäftigte. Hier prüfte sie unter anderem die Punkte „Selbstverpflichtung der Leitung“, „Kundenorientierung“ und „Qualitätspolitik“. Nach diesem Abschnitt ging es zur Stichprobenprüfung in den Bereich Kennzeichnung und Registrierung an den Arbeitsplatz von Frau Höfener. Hier werden die Bestellungen der Ohrmarken und deren Ausgabe abgearbeitet. Die Auditorin befragte Frau Höfener über die Arbeitsabläufe, den Umgang mit dem Kunden und über die Archivierung der Formalien. Sie ließ sich ausführlich erklären welche Tiere wo und wie gekennzeichnet werden, welche verschiedenen Systeme der Kennzeichnung es gibt und warum so ein umfangreiches System notwendig ist. Anschließend wurde der Bereich Milchgüte einer Stichprobenprüfung unterzogen. Hier erklärte Frau Kaehler, Leiterin des Bereichs Milchgüteprüfung im LKV, die Vorgehensweise bei der Milchgüteprüfung im Land Brandenburg. Frau Kaehler demonstrierte anhand von zufällig herausgesuchten Probenergebnissen die Rückverfolgbarkeit von der Untersuchung der Milchgüteproben im Labor bis zur Ergebnisübermittlung an die jeweilige Molkerei. Des Weiteren erklärte sie den Vorgang des Ausschlusses von der Milchanlieferung und welche Anforderungen für eine Wiederzulassung erfüllt sein müssen. Am frühen Nachmittag ging es dann mit der QM-Dokumentation im Hause weiter. Die Normabschnitte 4 (Dokumentationsanforderungen), 6 (Management von Ressourcen), 7 (Dienstleistungsrealisierung) und Normabschnitt 8 (Messung, Analyse und Verbesserung) waren noch zu überprüfen. Frau Fuhrmann ließ sich dazu alle Unterlagen vorlegen und die Vorgänge erklären. Am Ende des Tages bereitete sich die Auditorin dann auf das Abschlussgespräch vor. Alle beteiligten kamen zusammen und werteten die Auditierung aus. Frau Fuhrmann konnte auch in diesem Jahr keine Mängel feststellen und bescheinigte uns, dass die Auditierung der Normanforderungen und der praktischen Umsetzung im Unternehmen bei 100 % liegt. Frau Fuhrmann bedankte sich für das gute und offene Klima beim Audit und verabschiedete sich. Im kommenden Jahr steht die Umstellung auf die neue Ausgabe der DIN EN ISO 9001:2015-11 an. Diese enthält neben einer neuen Struktur auch einige neue Anforderungen, die im LKV umgesetzt werden müssen.

 

 

 

Der Termin für die Re-Zertifizierung ist für Dezember 2017 geplant.

Akkreditierungsüberwachung im LKV

  • Herr Schönrock (Qualitätsmanager) beschreibt die messtechnische Rückführung im Labor
  • Herr Kolbe (Laborleiter) erklärt die Milchanalytik an unseren Foss-Geräten

Eine Akkreditierung bestätigt dem Prüflabor die Kompetenz Prüfungen also Untersuchungen durchzuführen. Die Kontrolle darüber führt in Deutschland die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) durch. Das Labor des LKV Berlin-Brandenburg eV ist seit 1994 ohne Unterbrechungen akkreditiert. Im Januar 2014 wurde das LKV-Labor Re-Akkreditiert, denn eine Akkreditierung ist nicht dauerhaft gültig. Alle fünf Jahre werden alle Fachbereiche des Labors durch unabhängige Begutachter seitens der DAkkS geprüft. Erst wenn die Begutachter die fehlerfreie Arbeit bestätigen, wird die Akkreditierungsurkunde samt Anlage für weitere fünf Jahre ausgestellt. Zusätzlich überprüfen die DAkkS-Begutachter im Akkreditierungszeitraum (also innerhalb der 5 Jahre) alle 1,5 Jahre die Aufrechterhaltung des Qualitätsmanagementsystems im Labor. Hierzu war im Jahr 2015 Herr Dr. Scheutwinkel bei uns im Hause. Er legte seinen Schwerpunkt auf die Überprüfung der Fachbereiche Futter- und Bodenuntersuchung. Die Begutachtung durch Herrn Dr. Scheutwinkel wurde erfolgreich abgeschlossen. Am 07.07. diesen Jahres kam Herr Karsten Wienecke zur Begutachtung des Milchlabors und der erforderlichen Dokumentation der zugrunde liegenden Norm DIN EN ISO/ IEC 17025 (Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien) in den LKV Berlin-Brandenburg. Am ersten Tag der Begutachtung versammelten sich Herr Dr. Manfred Hammel (Geschäftsführer LKV), Herr Dirk Kolbe (Laborleiter LKV), Frau Katja Retzlaff (stellv. Qualitätsmanagerin LKV) und Herr Stefan Schönrock (Qualitätsmanager LKV) gemeinsam mit Herrn Wienecke im Beratungsraum in der LKV-Geschäftsstelle in Waldsieversdorf. Der Geschäftsführer startete die Begutachtung mit der Vorstellung des LKV und erläuterte die Aufgaben. Im Anschluss nahm sich Herr Wienecke das ca. 2000 Seiten umfassende QM-Handbuch vor. Darin sind seit 1994 alle zur Akkreditierung notwendigen Vorgänge und Arbeitsschritte des Labors beschrieben. Der Begutachter schätzte ein, dass alle Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025 hier niedergeschrieben sind und normkonform durchgeführt werden. Lediglich zwei redaktionelle Ergänzungen zur Dokumentation mussten nachgetragen werden. Somit endete der Tag aus Sicht des LKV-Teams erfolgreich. Am folgenden Tag waren die technischen Anforderungen an der Reihe. Pünktlich am Morgen ging es ins Labor. Hier prüfte der Begutachter unsere Validierungsunterlagen in der Referenzanalytik, ließ sich die Temperaturüberwachung der Brutschränke zeigen, befragte die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit und ließ sich vom Prüfbericht bis zur Probenanlieferung die Rückverfolgbarkeit mit allen dazugehörigen Unterlagen vorlegen. Da Herr Wienecke auch mit der praktischen Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems des Labors zufrieden war, endete der zweite Tag der Begutachtung ebenfalls erfolgreich. Lediglich zwei Abweichungen wurden festgestellt. Diese bezogen sich ausschließlich auf Ergänzungen in der QM-Dokumentation. Der Begutachter fasste zusammen, dass keines unserer Verfahren Fehler aufweist und unsere Analytik durch die umfassenden Qualitätssicherungsmaßnahmen zuverlässig geschützt wird. Nach der Begutachtung ist vor der Begutachtung und somit werden wir unser Qualitätsmanagementsystem auf hohem Niveau beibehalten, weiterentwickeln und uns im Sinne unserer Mitglieder und Kunden in 1,5 Jahren zur nächsten Begutachtung wieder beweisen

Anlage zur Akkreditierungsurkunde D-PL-19598-01-00 nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005

 

 

Die nächste Akkreditierungsüberwachung ist für Januar 2018 geplant.