Der Staatssekretär Rainer Bretschneider zu Besuch im LKV

 
 


Auf der Generalversammlung des LKV hatte er es versprochen - und schon nach 6 Wochen löste er sein Versprechen am 12. April 2011 ein - der Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) Herr Rainer Bretschneider besuchte den LKV Brandenburg.
Er hatte schon viel über den LKV gehört, aber was genau hier in Waldsieversdorf so alles passiert, davon hatte er bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Kenntnis.
Das sollte sich ändern!

 
     
  Anwesend waren neben dem Geschäftsführer Dr. Manfred Hammel der Vorstandvorsitzende Fred Schulze (Rädigke), die Vorstandsmitglieder Detlef Ebert (Stölln) und Dietmar Lucke (Selbelang) sowie der Bereichsleiter MLP und KuR Jörg Höfener und der Qualitätsmanager Dirk Kolbe.  
     
 

 
     
 

Zunächst stellte Dr. Hammel die Aufgaben und Tätigkeiten des LKV Brandenburg sowie die aktuellen Entwicklungen in der Milchproduktion vor. Der Staatssekretär ließ sich die bei seiner Lektüre des aktuellen Jahresberichtes aufgetretenen Fragen beantworten und war sehr erstaunt über die bemerkenswerte Entwicklung bei der Milchleistung und der Milchqualität.
Besonders interessierte er sich für das breitgefächerte Dienstleistungsangebot für die Landwirtschaft durch den LKV.

 
 

Anschließend ging es zur Besichtigung der Labore. Den Anfang machte das Milchlabor. Hier konnte der Staatssekretär sehen, wie in hellen, sauberen und hochmodern ausgestatteten Laboren jährlich mehr als 1,4 Mio. Milchproben kompetent und zuverlässig untersucht werden. Frau Heike Glöde zeigte beispielsweise, wie am CombiFoss MLP-Proben auf den Gehalt an Fett, Eiweiß, Lactose und Somatischen Zellen untersucht werden.
Die Milchstraße weiter entlang wurden dann das Harnstofflabor, das Referenzlabor und das Mykotoxinlabor besichtigt.

 
     
 

 
     
 

Anschließend ging es direkt in den Bereich Bodenuntersuchung. Im Bodenlabor ist - jahreszeitlich bedingt - aktuell Hochsaison. Es gehen schon mal knapp 1.000 Proben am Tag zur Untersuchung ein. Dementsprechende Geschäftigkeit beherrschte dort das Geschehen. Davon sichtlich beeindruckt beantwortete er die Frage, ob wir ihm jetzt das Futterlabor zeigen können, mit „Ja gern. Sehr gern!“.
Sowohl für eingehende Proben als auch für uns ist die erste Station im Futterlabor die Probenannahme. Deutlich wahrnehmbarer Silagegeruch - typisch für diesen Laborbereich - empfing die kleine Gruppe. Von der Probenannahme und -vorbereitung ging es durch den Wägeraum, Aufschlussraum und Trockenraum in das große Nasschemie-Labor. Dieser Raum ist geprägt von einer Vielzahl klassischer Labor- und Glasgeräte, Chemikalien, Messgeräte, Pipetten, Dosierern usw. Hier konnte der Staatssekretär genau das sehen, was seinen bisherigen Vorstellungen von einem chemischen Labor entsprach. Ein kurzes Gespräch mit einer Laborantin über ihre Tätigkeit zeigte sein Interesse daran.

 
     
  Letzter Anlaufpunkt war das Mastitislabor. Mit Einwegkitteln bekleidet ging es durch die Personalschleuse in den S2-Bereich. Hier konnte Herr Bretschneider sehen, wie die Mastitisproben auf den Nährböden ausgestrichen werden, wie die Bebrütung und danach die Identifizierung der Mastitiserreger abläuft.
„Dass hier - abseits der Peripherie - mehr als 50 teilweise hochqualifizierte Mitarbeiter beschäftigt sind, hätte ich nicht gedacht“, sagte Bretschneider zum Ende seines Besuches anerkennend. So oder so ähnlich empfindet eigentlich fast jeder, der den LKV bisher nur vom Hören kannte und erstmalig hier vor Ort war.