Landeskontrollverband
Brandenburg e.V. Waldsieversdorf

     
     

Tränkwasseruntersuchung

 
 

Landwirtschaftliche Nutztiere optimal zu versorgen bedeutet auch, Tränkwasser in ausreichender Menge und guter Qualität bereit zu stellen.

Aufgrund hoher Aufnahmemengen von 90-150 Liter Wasser pro Tag bei hochleistenden Milchkühen können überhöhte Gehalte an Mengen- und Spurenelementen den Stoffwechsel der Tiere negativ beeinflussen und auch antagonistische

Wechselwirkungen zwischen einzelnen Mineralstoffen hervorrufen. So führen z.B. erhöhte Sulfatgehalte im Tränkwasser insbesondere in Verbindung mit hohen Magnesiumgehalten zu Verdauungsstörungen und können außerdem den Bedarf an Kupfer, Selen und Vitamin E erhöhen.
                                               

Mögliche Untersuchungen:

Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Clorid, Phosphat,
Sulfat, Ammonium, Nitrat, Nitrit, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan,
Molybdän,
pH-Wert, Leitfähigkeit, Wasserhärte, CSB
     

Der LKV Brandenburg e.V. bietet zur Optimierung des Mineralstoffhaushaltes und auch vor dem Hintergrund der Futtermittelhygieneverordnung (VO 183/2005) die Analyse von Tränkwasser auf die oben aufgeführten Parameter an. Zur Durchführung der Untersuchung wird ein Liter frisches Tränkwasser, abgefüllt in eine saubere und gut ausgespülte Wasserflasche, benötigt. Die Wasserprobe sollte unverzüglich ins Labor zur Untersuchung gelangen.
Durch die exakte Kenntnis der Mineralstoffgehalte in der TMR und im Tränkwasser sichern Sie die optimale Anpassung der Mineralstoffmischung für Ihre Tiere mit hohen Leistungen und können sowohl Über- als auch Unterversorgungen mit allen daraus entstehenden Folgen vermeiden.


Diese Untersuchung ersetzt nicht die Trinkwasseranalyse bei Verwendung betriebseigenem Brunnenwassers für die Reinigung milchführender Teile.

Hierfür ist eine amtlich Probennahme und zusätzlich zu den oben genannten Parametern eine mikrobiologische Keimuntersuchung nötig.