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Erster Bericht zur
Futterqualität aus der Ernte 2011 |
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Die Ergebnisse der
Futterwertprüfung von Grassilagen aus dem 1. Schnitt 2011 weisen sehr
unterschiedliche Nährstoffgehalte auf. Verursacht wurden diese durch die
unterschiedlichen Wasserverhältnisse auf den Flächen zum Vegetationsbeginn.
Das Grünland war von extremer Staunässe und die Feldgräser teilweise von
extremer Trockenheit betroffen.
Die Silage aus dem ersten Grasaufwuchs und von der Winterzwischenfrucht
Grünroggen konnten 2011 in besserer Qualität als im Vorjahr erzeugt werden.
Die Masseerträge blieben aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Bei
intensiv genutztem Grünland wurden erst zum 2. Schnitt die
Ertragserwartungen erfüllt. |
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Futterwert der geprüften
Grassilage aus dem 1. Schnitt 2011 |
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* nach DLG Praxishandbuch Futterkonservierung, 2006
1) langjährig
ermittelte Durchschnittswerte eigener Untersuchungen |
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Die Trockenmasse liegt mit
418g pro kg Frischmasse über dem optimalen Bereich von 300-400g und um 64g
über dem Vorjahreswert. Der Rohaschegehalt lag im Durchschnitt bei 102g/kg
TS und liegt geringfügig über dem Orientierungswert und um 4g/kg über dem
Wert des Vorjahres. Hohe Rohaschewerte haben einen negativen Einfluss auf
den Siliererfolg.
Der durchschnittliche Rohproteingehalt liegt mit 166g/kg TS im optimalen
Bereich und geringfügig über den Werten von 2010. Somit erfüllt die
Grassilage die Erwartungen als Eiweißlieferant aus dem Grundfutter.
Beim Rohfasergehalt konnte mit einem Wert von 231g/kg TS der Vorjahreswert
von 267g deutlich unterschritten werden.
Auch die Faserfraktionen oNDF und oADF weisen im Mittel aller Ergebnisse
2011 eine günstigere Zusammensetzung auf als in den Vorjahren. Somit verfügt
die produzierte Grassilage 2011 über eine deutlich bessere Verdaulichkeit.
Das wird am durchschnittlichen ELOS-Wert von 63,1% 2011 gegenüber 55,5% aus
dem Vorjahr 2010 deutlich.
Der prozentuale Ammoniakanteil am gesamten Rohproteinstickstoff ist 2011
gering und deutet auf eine gelungene Silierung hin. Das wird auch durch die
guten Ergebnisse beim Gehalt an dem pepsinunlöslichen Anteil am
Gesamt-Rohproteingehalt untermauert.
Der Energiegehalt liegt mit durchschnittlich 6,6 MJ NEL über dem der
Vorjahre. Im letzten Jahr konnten für Grassilagen aus dem 1. Schnitt im
Durchschnitt nur 6,1 MJ NEL ausgewiesen werden. |
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Futterwert von Grünroggensilagen aus der Ernte
2011
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Rohnährstoff bzw.
Energiekonzentration |
Maßeinheit |
Mittelwert |
Min |
Max |
Orientierungswert* |
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TS |
g/kg
OS |
280 |
179 |
469 |
280 - 310 |
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RA |
g/kg TS |
92 |
52 |
171 |
<90 |
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RP |
g/kg TS |
143 |
93 |
204 |
>150 |
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RFa |
g/kg TS |
272 |
210 |
372 |
<250 |
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Zucker |
g/kg
TS |
85 |
19 |
186 |
>75 |
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RFe |
g/kg
TS |
26 |
20 |
33 |
>25 |
|
Ca |
g/kg TS |
3,6 |
2,4 |
6,2 |
1,5 – 4,6 |
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P |
g/kg TS |
3,5 |
2,6 |
4,0 |
2,3 – 4,6 |
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Mg |
g/kg TS |
1,1 |
1,0 |
1,3 |
0,8 – 1,6 |
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K |
g/kg TS |
7,0 |
5,7 |
8,4 |
>30 |
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Na |
g/kg TS |
0,3 |
0,1 |
1,2 |
0,1 – 1,0 |
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nRP |
g/kg TS |
137 |
118 |
154 |
>135 |
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RNB |
g/kg TS |
1 |
-5 |
8 |
>1 |
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NEL |
MJ/kg TS |
6,4 |
5,2 |
7,0 |
>6,5 |
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ME-R |
MJ/kgTS |
10,5 |
8,6 |
11,5 |
>10,8 |
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* abgeleitet von den
durchschnittlichen Ergebnissen der 25 % besten Grünroggensilagen der letzten
Jahre |
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Der TS-Gehalt der Grünroggensilagen lag im
Bereich der Vorjahreswerte. Beim Rohaschegehalt konnten die Werte der Ernte
2011 mit 92 g/kg TS leicht verbessert werden. Im Vorjahr wurden 96 g/kg TS
ausgewiesen. Die Rohproteingehalte erreichten mit 143 g/kg TS die Werte von
2010. Der Rohfasergehalt des Vorjahres wurde unterschritten. Die Tendenz zur
Verringerung der Rohfasergehalte bei Grünroggen zur Silierung hält somit das
3. Jahr in Folge an.
Die Zuckergehalte liegen 2011 deutlich über den Werten der letzten Jahre. Im
Jahr 2007 wurden ähnlich hohe durchschnittliche Zuckergehalte ermittelt. Der
durchschnittliche Rohfettgehalt liegt mit 26 g/kg TS im Bereich der
Vorjahreswerte.
Die Energiegehalte liegen mit 6,4 MJ NEL wieder deutlich über den
durchschnittlichen Werten der Vorjahre.
Es werden annähernd die Energiegehalte aus dem Jahr 2007, wo 6,5 MJ NEL/kg
TS ausgewiesen wurden, erreicht.
Die Gärqualität der Grünroggensilagen bleibt im Durchschnitt aller Proben
hinter der der Grassilage zurück. Ein gezielter Einsatz von Siliermitteln
zur Verbesserung der aeroben Stabilität der Grünroggensilagen steigert deren
Wert als nährstoffreiche Grundfutterkomponente in der Milchviehfütterung.
Fazit
Grassilagen aus dem 1. Aufwuchs weisen 2011 im Vergleich zu den Vorjahren
eine überdurchschnittlich gute Qualität auf.
Die Grünroggensilagen erreichen in diesem Jahr deutlich höhere
Energiegehalte. Die produzierte Futtermenge vom 1. Schnitt Gras und
teilweise auch von der Winterzwischenfrucht blieben aber in den meisten
Unternehmen unter den Erwartungen. |
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